Ohne Kamera geht es nicht

Die Kameraeinstellung Film – was macht sie aus?

Bei einer Filmproduktion stehen meist unzählige Kameras bereit, die aus verschiedenen Perspektiven und Stellungen filmen. Warum ist das so und wie wichtig ist die richtige Kameraeinstellung bei einer Produktion? Sind die Auswirkungen auf den Film und das Ergebnis so groß?

Die richtige Kameraeinstellung Film ist unverzichtbar, aber warum das so ist, möchten wir hier klären.

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Ein wenig Theorie

Welche Kameraeinstellungen Film gibt es generell?

Zu den Kameraeinstellungen zählen auch die Kameraperspektiven. Diese stellen die Sicht der Zuschauer dar. Dabei unterscheidet man hier 3 verschiedene Grundeinstellungen.

Überblick über die einzelnen Einstellungen

Die verschiedenen Kameraeinstellungen

Obersicht

Diese wird auch gerne Vogelperspektive oder Hochperspektive genannt. Dabei blickt der Zuschauer auf den Gegenstand oder die Handlung hinab. Hier entsteht der Eindruck, der sich mit klein, gering oder auch niedlich oder gar arm beschreiben lässt. Je nach Szene und Inhalt lassen sich so diese Eindrücke bestens verdeutlichen.

Normalsicht

Bei dieser Perspektive wird auf Augenhöhe gefilmt. Dabei lassen sich eine Szene, Personen oder Gegenstände auf Augenhöhe präsentieren. So können Gegenstände schnell statisch oder auch langweilig wirken. Um hier mehr Spannung zu integrieren, eignen sich leichte Abweichungen nach oben oder unten.

Untersicht

Diese Perspektive wird auch Bauchperspektive oder Froschperspektive genannt. Hier ist der Zuschauer gezwungen auf die Szene, die Person oder den Gegenstand aufzuschauen. So lässt sich leicht mehr Selbstbewusstsein oder auch Respekt vermitteln.

Die verschiedenen Kameraeinstellungen können innerhalb einem festgelegen Bereich auch noch variieren. So lassen sich Effekte steuern. Der Regisseur kann so bestimmen, wie intensive ein Effekt auf die Szene wirkt. Es entsteht also ein gewisser Spielraum.

Aber auch die verschiedenen Kameraeinstellungen können die Sichtweise und die Effekte dann noch intensivieren oder verdeutlichen und es lassen sich Stimmungen besser einfangen und hervorheben. Bei den verschiedenen Kameraeinstellungen Film unterscheiden sich 6 Generelle.

Detail

Bei dieser Kameraeinstellung Film handelt es sich um eine besonders nahe Aufnahme, die bestimmte Details hervorhebt. Denn im Detail stecken oft Dinge, die sonst verloren, gehen. Dabei hat gerade diese Einstellung eine besonders emotionale Wirkung. Aus diesem Grund wird diese Einstellung sehr sparsam eingesetzt. Emotionen lassen sich besonders gut über Detail-Aufnahmen der Lippen, Augen oder einzelner Menschen übermitteln.

Halbnah

Bei dieser Aufnahme kann von einem Drittel bis hin zur Hälfte einer Person oder eines Gegenstandes gezeigt werden. Der große Vorteil, hier wird nicht so nahe gefilmt und es entsteht trotzdem eine gewisse Fixierung, die allerdings nicht ganz so ausgeprägt ist. Beispiele sind hier vor allem bestimmte Bereiche wie ein Fenster oder auch Schauspieler, deren Oberkörper gezeigt werden.

Amerikanische Einstellung

Hier handelt es sich um eine bewährte Kameraeinstellung Film, die aus den Zeiten der Western und Hollywood stammt. Denn hier wurde ein Mensch bis zur Mitte der Oberschenkel gefilmt, so war der Colt beim Cowboy noch zu sehen. Hier werden also die wichtigen Merkmale mit einbezogen.

Halbtotale

Bei dieser Einstellung wird ein Ausschnitt so ausgeweitet, dass fast alles des Gegenstandes oder der Person zu sehen ist. Das bedeutet, bei einem Haus fehlt das Dach oder bei Menschen werden die Füße weggelassen. Auch Bereiche können so getrennt gezeigt werden, es kann ein kleiner Bereich weggelassen werden, das kann die Spannung deutlich erhöhen und steigern.

Totale

Bei der Totalen wird der komplette Gegenstand, die komplette Szene oder der komplette Schauspieler mit etwas Umgebung gezeigt. So kann ein guter Eindruck vermittelt werden, es entsteht ein Gesamtbild und ein Gesamteindruck.

Um aber genau das zu erreichen, ist es bei dieser Art von Kameraeinstellung Film nötig, diese Einstellung länger zu zeigen, denn nur so hat der Zuschauer auch die Chance, alles zu erfassen.

Subtotale

Die Subtotale erfasst einen weitaus größeren Ausschnitt der gesamten Szene und Kulisse. Das bedeutet, es wird viel um die Szene herumgezeigt, es entsteht ein Eindruck von größerer Entfernung. Eine Kameraeinstellung Film, die nicht sehr häufig eingesetzt wird, aber dennoch immer wieder zu Beginn von Szenen eingesetzt wird, zum Beispiel eine ganze Stadt zeigen. Eine Kameraeinstellung, die als Einstieg gewählt wird, aber sonst nicht häufig vorkommt.

Auch diese Kameraeinstellung Film muss länger gezeigt werden, um den gesamten Inhalt erfassen zu können.

Die effektivsten und besten Eindrücke lassen sich in Kombination von den verschiedenen Perspektiven und Kameraeinstellungen Film erreichen. Denn so entstehen intensive Eindrücke und Emotionen und Stimmungen lassen sich optimal präsentieren oder auch intensivieren.

Welchen Einfluss haben die verschiedenen Kameraeinstellungen Film?

Um die verschiedenen Kameraeinstellungen Film zu verstehen, muss man sich bewusst machen, dass genau durch diese die verschiedenen Entfernungen zum Filmgegenstand und auch Stimmungen und Emotionen eingefangen werden. Nur mithilfe der Kameraeinstellung beim Film lässt sich also vieles erreichen und es ist möglich, bestimmte Effekte wie schummriges Licht oder Entfernungen entsprechend zu bestimmen und erlebbar zu machen.

Die Kameraeinstellung Film stellen also eine Grundlage für die Botschaften, die im Film übermittelt werden, und sind ein wichtiges Hilfsmittel, um die richtige Atmosphäre zu schaffen. Damit lassen sich viele Effekte schaffen, die wir alle so lieben, wenn wir und Filme anschauen.

Ein guter Regisseur weiß dies gekonnt und sorgt so für die richtige und optimierte Stimmung. Auch für Unternehmensfilme ist dies eine wichtige Grundlage und Stimmung und übermittelt so die richtigen Emotionen für die Zuschauer, um die Zielgruppe zu erreichen und zu vermitteln.