Von Star Trek bis LIVE-OP

Was Medizin im Film kann und was Film in der Medizin kann

Es war eine spektakuläre Idee in den 60ern und es ist eine spektakuläre Idee heute. Mithilfe des Tricorders lassen sich kontaktlos und in Sekundenschnelle Diagnosen erstellen. Was dem Protagonisten aus Star Trek schon das ein oder andere Mal das Leben gerettet hat, würde auch die heutige Medizin mit Lichtgeschwindigkeit in ein neues Zeitalter katapultieren. LIVE-OPs und Telemedizin bieten heute schon eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten, die auch die Filmemacher der 60er wohl nur mit einem Wort kommentiert hätten: „Faszinierend“. 

Frau mit Maske, Professor
On Air Design bei filmproduktion rhein-main

On Air Design für Webcasts und Webinare. mehr erfahren!

 

Vorteile

Wie eine LIVE-OP stattfinden kann

LIVE-Aufzeichnungen von OPs gibt es zwar schon seit Jahrzehnten, ihre Qualität, Professionalität und ihre Verwendungsmöglichkeiten haben sich jedoch stark erweitert. Sie lassen sich nicht nur als Lehrvideos nutzen, durch eine LIVE\-OP können Studenten heutzutage direkt mit den begleitenden Ärzten für Rückfragen in Kontakt treten. Oft wird ein solches Livestream-Event für sie dadurch und durch die gewährleistete freie Sicht anschaulicher und besser verfolgbar, als wenn sie um den Operationstisch herumstehen würden. Auch lässt sich der LIVE-Mitschnitt beliebig oft anschauen und ist somit beispielsweise auch bei Vorträgen und Kongressen hervorragend einsetzbar.

Natürlich müssen Kamerateam und Equipment besondere Hygienemaßnahmen treffen. Dennoch ist es ein Vorteil, wenn statt Zuschauer nur ein EB-Team im Operationssaal neben den Ärzten anwesend ist. Bei jeder LIVE\-OP steht selbstverständlich das Patientenwohl an erster Stelle. Um dem Ärzteteam nicht im Weg zu stehen oder durch unnötige Kabel Stolperfallen zu riskieren, kann das Bild von der Kamera drahtlos in die LIVE-Regie übertragen werden. Des weiteren ist eine penible Planung vonnöten, damit der Ablauf der Operation störungsfrei bleibt, die Kamera aber auch den nötigen Raum bekommt, ein aufschlussreiches Bild zu liefern. Patienten und Krankheitsbilder werden natürlich anonymisiert. 

Im Film Die Reise ins Ich gelingt es den Protagonisten mittels Verkleinerung mit einem Mini-U-Boot in das Innere eines Menschen zu reisen. Ganz so weit sind wir mit der Technik zwar noch nicht, dennoch lassen sich auch heute schon bei einer LIVE\-OP spektakuläre — und vor allem anschauliche — Aufnahmen mithilfe von Endoskopie-Kameras streamen. 

Im Film betreten die Charaktere oft Neuland. Sie sind Pioniere. Oft läuft dabei aufgrund der gewollten Dramatik einiges schief. Bei LIVE-OPs sind die Techniken jedoch seit Jahren erprobt. Trotzdem muss man sich — wie bei jeder OP — der besonderen Verantwortung bewusst sein, muss sorgfältig planen und arbeiten. Dennoch ist es häufig genau jener Pioniergeist, der die Menschheit voranbringt. Spektakuläre Neuerungen hat es dabei sowohl im Film als auch in der Medizin immer wieder gegeben. Beide reisen oft gemeinsam. 

 

Gut zu wissen, dass die Reise noch nicht vorbei ist.